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Was ist berechtigte Kritik an der israelischen Regierung? Wann beginnt Antisemitismus? Um diesen Fragen dreht sich gerade die öffentliche Debatte. Nach dem Sieg der Partei „Die Linke“ bei der Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin steht nämlich der Vorwurf im Raum, „Die Linke“ sei antisemitisch. Was ist dran an den Vorwürfen? Markus Lanz findet, antisemitische Äußerungen von Menschen der Partei-Basis gebe es einige. Aber: „Von den führenden Köpfen höre ich eigentlich immer nur die klare Versicherung: Wir sind nicht antisemitisch, wir dulden keinen Antisemitismus!“ Es dürfe auf keinen Fall der Verdacht entstehen, dass das Hauptmotiv der Antisemitismus-Vorwürfe darin liegt, dass die CDU die Macht in Berlin nicht hergeben will, sagt Richard David Precht. „Man kann einen so ungeheuerlichen, schweren Vorwurf wie Antisemitismus nicht dauerhaft politisch instrumentalisieren, ohne in zu entleeren“. Es bestehe sonst die Gefahr, dass der Antisemitismus so lange als politischer Kampfbegriff benutzt wird, bis er nicht mehr ernst genommen wird. Gleichzeitig nehmen antisemitische Vorfälle in Deutschland und weltweit zu. Wie kann man jüdisches Leben in Deutschland schützen?
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